Sie sind hier

Bewerbung

Die Gruppendiskussion: So überzeugst Du im Bewerbungsverfahren

Die Auswahl des Themas kann schon Teil des Tests sein

Normalerweise bekommt die Gruppe ein Thema zur Diskussion vorgegeben. Die Prüfer beobachten jeden Teilnehmer und notieren sich seine Beiträge. Manchmal gibt es kein festes Thema, sodass die Gruppe selbst eines auswählen muss. Auch in diesem Fall beobachten die Prüfer genau, wie sich die einzelnen Teilnehmer einigen.

Manchmal wird Dir vorab eine Position in der Debatte zugewiesen. Diese kann von Deiner persönlichen Meinung abweichen. In dieser Situation musst Du zeigen, dass Du Deine Argumentation logisch aufbauen und führen kannst - unabhängig von der Meinung. Außerdem musst Du zeigen, dass Du Dich in der Gruppe behaupten und Führungsstärke beweisen kannst. Im Mittelpunkt stehen Deine sozialen Kompetenzen.

Überlege Dir, welche Rolle Du in der Gruppe übernimmst

In einem Team verhältst Du Dich normalerweise anders oder trittst anders auf, als Du es bei einer Einzelpräsentation tun würdest. In einer Gruppendiskussion können die Teilnehmer verschiedene Rollen einnehmen. Diese werden von den Prüfern normalerweise nicht vorgegeben. Schon bevor die eigentliche Diskussion beginnt, sollte die Gruppe einen Zeitnehmer bestimmen, der darauf achtet, dass die Zeitvorgaben eingehalten werden. Wenn Du diese Rolle übernimmst, ist es eine gute Idee, eine große Uhr auf den Tisch zu legen und regelmäßig zu signalisieren, wie viel Zeit noch bleibt.

Jede Gruppe braucht auch einen Moderator. Der Moderator sollte die einzelnen Beiträge miteinander verbinden und inhaltliche Schlussfolgerungen ziehen. Der Moderator sollte außerdem dafür sorgen, dass alle in die Diskussion einbezogen werden. Wenn einem Teilnehmer vorab eine bestimmte Argumentationslinie zugewiesen wurde, er aber zu schüchtern ist, um etwas zu sagen, sollte der Moderator sein Bestes tun, um diesen Teilnehmer in die Diskussion einzubinden.

Notizen machen

Es ist außerdem nötig, dass es Teilnehmer gibt, die die Diskussion führen können. Die Rollen in einer Gruppendiskussion sind allerdings normalerweise nicht klar getrennt. Wenn jemand anderes bereits die Rolle des Moderators übernommen hat, kannst Du trotzdem eine Führungsrolle einnehmen, indem Du andere nach ihrer Meinung fragst.

Eine weitere nützliche Rolle ist die des Protokollanten, der die wichtigsten Punkte festhält, Fragen, die später wieder aufgegriffen werden sollen, sowie Bereiche, in denen die Gruppe einer Meinung ist oder nicht. Sich darauf zu einigen, wer die Notizen macht, kann Teil der Grundregeln sein, die sich die Gruppe zu Beginn setzt. Wenn der Protokollant auch ein aktiver Teilnehmer der Diskussion ist, sollte sich die Gruppe auf eine Möglichkeit einigen, wie diese Person weiterhin Beiträge leisten kann, statt durch das Schreiben ins Abseits zu geraten. In vielen Situationen wird die Rolle reihum getauscht, sodass sie nicht die ganze Zeit an einer einzigen Person hängen bleibt.

Was Du vermeiden solltest

Manche Gruppendiskussionen sind angespannt, sodass es passieren kann, dass sich einige Teilnehmer aggressiv verhalten, während andere davor zurückschrecken, ihre Argumente zu verteidigen. Beides hinterlässt keinen guten Eindruck. Wenn Dich andere Kandidaten persönlich angreifen oder provozieren, solltest Du selbstbewusst bleiben. Du hinterlässt einen guten Eindruck, wenn Du die Fassung bewahrst und ruhig und sachlich bleibst. Das kann auch die Diskussion insgesamt beruhigen und in eine produktive Richtung lenken.

Vermeide es außerdem, die Gruppe zu sehr zu dominieren, denn es geht nicht um Dich. Das Ziel ist ein Gruppenergebnis und der Test Deiner Teamfähigkeit. Bringe Deine Argumente klar, ruhig und selbstbewusst vor, aber lass auch andere zu Wort kommen und binde schüchterne Kandidaten in das Gespräch ein.