Die Präsentation im Auswahlverfahren
Es gibt verschiedene Arten von Präsentationen. Manche Organisationen wollen, dass Du eine Selbstpräsentation über Deine Fähigkeiten und Erfahrungen hältst, während es bei anderen um ein bestimmtes Thema geht. Auch die zugestandene Vorbereitungszeit kann variieren.
Wie sollte ich mich präsentieren?
Die Länge der Präsentation und die Vorbereitungszeit hängen von der Organisation ab. Präsentationen in Auswahlgesprächen dauern typischerweise zwischen 1 und 10 Minuten, mit bis zu 30 Minuten Vorbereitungszeit. Dabei solltest Du flexibel, strukturiert und selbstbewusst wirken. Und denk daran: Alle anderen Bewerber sind ebenfalls nervös. Nervosität zeigt, wie wichtig es Dir ist, das Stipendium zu bekommen. Manchmal wirst Du während Deiner Präsentation Fragen gestellt bekommen. Falls das passiert, versuche ruhig zu bleiben. Außerdem ist es wichtig, dass Du versuchst, rechtzeitig fertig zu werden. Ist Deine Präsentation zu kurz, hinterlässt Du den Eindruck, dass Du Dich nicht sicher fühlst, über Deine Erfolge zu sprechen. Eine zu lange Präsentation hinterlässt den Eindruck, dass Du nicht gut darin bist, Deine Argumente zusammenzufassen.
Wähle den Inhalt mit Bedacht. Du solltest einen kreativen und interessanten Einstieg wählen, denn das hilft den Interviewern, sich an Dich zu erinnern. Nach dem Einstieg präsentierst Du die wichtigsten Teile Deines Lebenslaufs. Konzentriere Dich auf die Erfahrungen und Erfolge, die zu den Zielen des Stipendiums passen. Wenn Du Dich bei einer Organisation bewirbst, die soziales Engagement schätzt, solltest Du darüber sprechen, wie Du unmittelbare Erfahrung damit hast.
Behalte die Zeit genau im Auge. Nimm eine Uhr mit und übe Deine Präsentation zu Hause mit einer Uhr, damit Du genau weißt, wie lange jeder Abschnitt dauert. Wenn Du die zugestandene Zeit überschreitest, kann ein Mitglied der Kommission Deine Präsentation abbrechen, sodass die Zeiteinteilung nicht nur eine Frage des Stils ist, sondern darüber entscheiden kann, ob Du überhaupt zu Ende kommst.
Wenn Flipcharts oder Tafeln verfügbar sind, solltest Du sie nach Möglichkeit nutzen. Sie erlauben es Dir, das Gesagte visuell zu unterstützen und einprägsamer zu machen. Du kannst vorgezeichnete Grafiken verwenden, wenn ausreichend Vorbereitungszeit gegeben ist, oder den Inhalt während des Sprechens visuell auf einer Tafel oder einem Flipchart zeigen. Das ist eine Möglichkeit, zu zeigen, dass Du professionell und dynamisch bist.
Worauf sollte ich bei einer Präsentation zu einem bestimmten Thema achten?
Statt einer Präsentation über Dich selbst wirst Du vielleicht gebeten, über ein bestimmtes Thema zu sprechen. Normalerweise bekommst Du das Thema vor der Präsentation, was es Dir erlaubt, Dich vorzubereiten und Deine Gedanken zu strukturieren. Es kann sein, dass Du ein zugewiesenes Thema vor dem Auswahltag bekommst, sodass Du Dich zu Hause vorbereiten kannst. Oder Du musst Dich in sehr kurzer Zeit während Deines Gesprächs vorbereiten. Im zweiten Fall wirst Du danach bewertet, wie gut Du unter Druck abschneidest.
Wenn Du das Thema selbst wählen darfst, kommt es auf die Wahl an. Nimm ein Thema, das Dich wirklich interessiert und das voraussichtlich auch das Interesse Deines Publikums weckt, idealerweise eines, das zur Debatte einlädt oder etwas Kontroverse birgt. Ein guter Ausgangspunkt ist ein Thema, das Dich kürzlich zum Nachdenken gebracht hat, oder ein aktuelles Thema, das für das Gremium relevant ist. Stelle sicher, dass genügend solides Material verfügbar ist, damit Du Deine Punkte mit Substanz statt nur mit Meinungen untermauern kannst.
Bei einer Präsentation zu einem Thema wollen die Interviewer sehen, wie gut Du Deinen Standpunkt vermitteln und Deine Argumente strukturieren kannst. Am Ende Deiner Präsentation solltest Du ein Fazit ziehen. Selbst wenn Du ein emotionales Thema bekommst, solltest Du das Thema sachlich und strukturiert präsentieren.
Wie bereite ich mich am besten auf meine Präsentation vor?
Wenn Du eine Präsentation über Dich selbst halten musst, bereite Dich zu Hause im Voraus vor. Wenn Du am Tag der Auswahl ein Thema bekommst, verbringe so viel Zeit wie möglich damit, Informationen zu sammeln und die wichtigsten Argumente zu ordnen. Wenn Du Angst hast, etwas zu vergessen, solltest Du Deine Hauptpunkte auf Karteikarten oder Notizpapier schreiben. Achte darauf, dass Deine Notizen gut lesbar sind, und verzichte auf A4-Blätter. Selbst wenn Du nicht viel Vorbereitungszeit hast, solltest Du Dich darauf konzentrieren, den Einstieg so gut wie möglich zu machen. Das hilft Dir, die Aufmerksamkeit der Leute von Anfang an zu gewinnen. Und am Ende Deiner Präsentation solltest Du fragen, ob es Fragen gibt, und dann mit einem Dankeschön schließen.
Für die Karteikarten selbst ist ein praktisches Format DIN A5 (148 x 210 mm) oder DIN A6 (105 x 148 mm). Beide sind groß genug, um gut lesbare Notizen aufzunehmen, aber klein genug, um während der Präsentation unauffällig in der Hand zu liegen. A5 eignet sich gut, wenn Du Platz für Mindmaps, Diagramme oder etwas längere Stichpunkte haben möchtest, während A6 besser für kompakte Zusammenfassungen und Schlüsselwörter ist. Egal, welches Format Du wählst: Nutze die Karten nur für kurze Stichworte, nicht für ein vollständiges Skript zum Ablesen.
Sobald das Gespräch vorbei ist, lohnt es sich, den Personen, mit denen Du gesprochen hast, eine kurze Dankesnachricht zu schicken. Diese Praxis ist in den USA gut etabliert und in Europa weniger verbreitet, aber sie hilft trotzdem, Dein Interesse und Deine Professionalität zu unterstreichen. Schicke sie einigermaßen bald nach dem Treffen, üblicherweise innerhalb von ein bis zwei Tagen, und richte sie individuell an jeden Interviewer, statt für alle dieselbe generische Nachricht zu verwenden. Halte sie kurz: Bedanke Dich für das Gespräch und ihre Zeit, beziehe Dich auf ein oder zwei Punkte, die zur Sprache kamen, und wiederhole kurz, warum Dir das Stipendium wichtig ist. Vermeide Massenmails, Rechtschreibfehler und jeden Anflug von Druck für eine schnelle Entscheidung.
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