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Förderung

Studienfinanzierung in Europa

So finanzieren Studierende ihr Studium in Europa: Stipendien, Zuschüsse, Studienkredite und Nebenjobs — mit Länder-Guides und einer kostenlosen Suche über tausende Fördermöglichkeiten.

Ein Studium in Europa ist im weltweiten Vergleich bezahlbar, aber selten kostenlos. In den meisten europäischen Ländern zahlen EU-Studierende 2026 keine Studiengebühren, doch es gibt Ausnahmen: In England kosten internationale Bachelor-Programme bis zu 38.000 £ pro Jahr, und Länder wie Österreich und die Niederlande erheben gestaffelte Gebühren, die für Nicht-EU-Studierende deutlich höher liegen. Dazu kommen Miete, Versicherung und Lebenshaltung, die je nach Land stark schwanken: In Bulgarien reichen rund 350 € im Monat, in Dänemark musst Du mit 800 bis 1.000 € rechnen. Diese Seite erklärt, aus welchen Quellen sich ein Studium in Europa finanzieren lässt, was die Förderung ungefähr wert ist und wovon sie abhängt. Danach führt sie Dich zum passenden Länder-Guide.

Die vier Säulen der Studienfinanzierung

Stipendien sind Geld, das Du nie zurückzahlst. Sie kommen von Staaten, Hochschulen, Stiftungen, Unternehmen und Kirchen. Anders als das hartnäckige Klischee behauptet, sind die meisten nicht für Einser-Kandidaten reserviert: Viele wählen nach Fachrichtung, Herkunft, Region, Engagement oder finanzieller Bedürftigkeit aus. Allein in Deutschland fördern über 2.500 Stipendiengeber und Förderprogramme Studierende, darunter politische Stiftungen, Kirchen, Gewerkschaften, die Wirtschaft und öffentliche Arbeitgeber. Leistungsbasierte Stipendien vergeben vor allem Hochschulen und Regierungen; typische Kriterien sind der Abiturschnitt, die Bachelor-Noten sowie Motivations- und Empfehlungsschreiben. Weil jede Förderung eigene Kriterien hat, besteht die eigentliche Arbeit darin, die zu finden, deren Kriterien Dich beschreiben.

Staatliche Förderung sind bedarfsabhängige Leistungen wie Studienbeihilfe oder Wohnzuschüsse. Sie sind in Europa die verbreitetste Form staatlicher Unterstützung und existieren in etwa drei Vierteln aller Hochschulsysteme, gezielt für sozial oder wirtschaftlich benachteiligte Studierende. Ob Du sie bekommst, hängt meist vom Einkommen der Eltern, Deiner Staatsbürgerschaft bzw. Deinem Aufenthaltsstatus und Deinem Studienort ab. In Österreich etwa beträgt die staatliche Studienbeihilfe für bestimmte Gruppen bis zu 8.580 € pro Jahr, wobei Zuverdienstgrenzen gelten. Jedes Land hat sein eigenes System mit eigenen Regeln, die die Länder-Guides unten im Detail erklären.

Studienkredite schließen die Lücke, wenn Stipendien und Beihilfen nicht reichen. Sie werden unabhängig von Einkommen und Vermögen vergeben, müssen aber vollständig mit Zinsen zurückgezahlt werden; der Rückzahlungsbeginn liegt üblicherweise 6 bis 24 Monate nach dem Abschluss. Öffentliche Kreditprogramme bieten meist bessere Konditionen als private Banken: niedrigere Zinsen, Rückzahlung erst nach dem Abschluss und Obergrenzen für die Gesamtbelastung. Für ein Auslandsstudium kommen spezialisierte Anbieter wie Prodigy Finance in Frage, deren variable Zinssätze von 7 bis 14,5 % reichen und Laufzeiten von 7 bis 20 Jahren bieten. Ein Kredit ist kein Scheitern, sondern macht ein Vollzeitstudium in Kombination mit Teilförderungen oft überhaupt erst möglich.

Nebenjobs finanzieren einen großen Teil der europäischen Studierenden: 2025 hatten 24 % einen Teilzeitjob während des Studiums. Wie viel Du arbeiten darfst, gerade als internationale:r Studierende:r, regelt jedes Land anders. EU-Studierende dürfen in Deutschland bis zu 20 Wochenstunden arbeiten und brauchen keine Arbeitserlaubnis; Nicht-EU-Studierende sind seit März 2024 auf 140 volle bzw. 280 halbe Arbeitstage pro Jahr beschränkt. In den Niederlanden liegt die Grenze bei 16 Wochenstunden, in Spanien bei 20. Diese Regeln haben Folgen für Steuern, Versicherung und Studienfortschritt, weshalb es sich lohnt, sie zu kennen, bevor Du unterschreibst.

Was ein Studium wirklich kostet: die Länder im Vergleich

Die größten Unterschiede stecken nicht in den Studiengebühren, sondern in den Lebenshaltungskosten. In Österreich studieren EU/EWR-Bürger:innen an öffentlichen Universitäten kostenlos, solange die Regelstudienzeit nicht um mehr als zwei Semester überschritten wird; verpflichtend ist nur der ÖH-Beitrag von 26,20 € pro Semester (Stand WS 2026/27). In Deutschland und Dänemark fallen grundsätzlich keine Studiengebühren an, in Belgien liegen sie bei 500 bis 800 € pro Studienjahr, in Bulgarien bei 200 bis 600 €. Bei den monatlichen Lebenshaltungskosten reicht die Spanne von rund 350 € in Bulgarien über 750 € in Belgien bis zu 800 bis 1.000 € in Dänemark. Deutschland ist im Study.eu-Länderranking wieder die Nr. 1 für ausländische Studierende, vor Großbritannien und Frankreich.

Finde, was zu Deinem Profil passt

Der European Funding Guide, mitfinanziert von der EU-Kommission, bündelt in einer kostenlosen Datenbank über 12.000 Stipendien, Zuschüsse und Kredite im Wert von mehr als 27 Mrd. € aus 16 europäischen Ländern. Statt hunderte Seiten zu lesen, sagst Du uns, was Du wo studierst und ein wenig über Deinen Hintergrund, und das Matching zeigt Dir die Optionen, deren Kriterien Du tatsächlich erfüllst.

Die Länder-Guides

Unten findest Du den Finanzierungs-Guide für jedes Land, das wir abdecken: was das Studium dort kostet, welche staatliche Förderung es gibt und welche Stipendien am wichtigsten sind.

Studium in Österreich finanzieren: Kosten, Studienbeihilfe und Stipendien 2026 — der Guide führt durch die österreichische Hochschullandschaft mit ihren 23 öffentlichen Universitäten, erklärt, wann Studiengebühren anfallen und wann nicht, und zeigt die staatliche Studienbeihilfe sowie die wichtigsten Stipendien. Für alle, die in Österreich studieren oder sich dort bewerben, egal ob mit EU/EWR-Pass oder aus einem Drittland.

Was diese Seite nicht abdeckt

Der European Funding Guide deckt 16 europäische Länder ab, nicht den gesamten Kontinent. Länder außerhalb dieser Auswahl findest Du hier nicht. Auch spezielle Fördersysteme wie Erasmus+ für Auslandssemester, Promotionsstipendien und Förderungen jenseits des Erststudiums behandeln wir hier nur am Rande. Detaillierte Länderregeln, Fristen und Antragswege stehen in den einzelnen Guides, nicht auf dieser Übersichtsseite. Und die genannten Zahlen sind Orientierungswerte: Studiengebühren, Beihilfehöhen und Zuverdienstgrenzen ändern sich, die verbindlichen Angaben liefert immer die jeweils zuständige Stelle.

Finanzierungs-Guides nach Land

Neu hinzugekommene Förderungen für dein Studium in Österreich

Institution Scholarship Betrag
The province of Salzburg The province of Salzburg - ISBK Student Scholarship 1.440 €
The province of Salzburg The province of Salzburg - Wahre Landschaft Scholarship 50.000 €
Absolventa e.V. Absolventa e.V. - Das Demokratische Stipendium 3.000 €
University of Music and Performing Arts in Vienna (Vienna/Austria) University of Music and Performing Arts in Vienna (Vienna/Austria) - Josef Windisch scholarship
University of Music and Performing Arts in Vienna (Vienna/Austria) University of Music and Performing Arts in Vienna (Vienna/Austria) - Elena Rombro award

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Förderungen für ein Auslandssemester oder -jahr

Institution Scholarship Betrag
The province of Salzburg The province of Salzburg - Auslandsateliers Scholarship 1.000 €
Government of Romania Government of Romania - Eugen Ionescu Scholarships
Embassy of Israel in Greece Embassy of Israel in Greece - Ministry of External Affairs of Israel Scholarships
Government of the Czech Republic-Ministry of Education, Youth and Sport Government of the Czech Republic-Ministry of Education, Youth and Sport - Scholarships for foreign students 380 €
Ernest-Solvay-Stiftung Ernest-Solvay-Stiftung - Stipendien für Auslandsaufenthalte

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