Die 12 wichtigsten Tipps, um ein Stipendium zu bekommen
1. Beginne so früh wie möglich mit der Suche
Je früher Du mit Deiner Recherche startest, desto eher kannst Du Förderung bekommen. Und hab keine Angst davor, keine passenden Stipendien zu finden. Ignoriere einfach alle Irrtümer über Stipendien, die Du vielleicht hast, und konzentriere Dich auf Deine Bewerbung. Denn wenn Du Förderung hast, kannst Du Dich ganz auf Dein Studium konzentrieren. Viele Organisationen haben nur eine Frist pro Jahr. Verpasst Du diese, musst Du ein weiteres Jahr warten, bevor Du Dich bewerben kannst.
Ein Profil auf european-funding-guide.eu zu erstellen, dauert nur wenige Minuten. Sobald es fertig ist, kannst Du Stipendien und Fördermöglichkeiten durchsuchen, die zu Deinem Profil passen. Du solltest auch regelmäßig vorbeischauen, um über neue Fördermöglichkeiten auf dem Laufenden zu bleiben, die verfügbar werden. Melde Dich dazu einfach bei european-funding-guide.eu an.
2. Durchsuche die Stipendien-Datenbanken nach passenden Förderungen
Statt der aufwendigen und zeitraubenden Recherche im Internet kannst Du unsere Stipendien-Datenbanken nach Fördermöglichkeiten durchsuchen. Alle Stipendien werden nach den Bewerbungsvoraussetzungen gefiltert. Das spart Dir Zeit, weil Du keine Stipendien durchgehen musst, die nicht zu Deinem Profil passen.
3. Hüte Dich vor Stipendien-Betrug
Jedes Jahr sind hunderttausende Studenten und Eltern von Stipendien-Betrug betroffen. Bevor Du eine Bewerbung abschickst, lerne die Warnzeichen zu erkennen, damit Du keinem betrügerischen Anbieter Geld oder persönliche Daten überlässt.
Das deutlichste Warnsignal ist jede Aufforderung zu einer Vorauszahlung. Seriöse Stipendien verlangen keine Bewerbungsgebühr, und seriöse Unternehmen garantieren oder versprechen niemals Stipendien oder Förderungen. Wenn Du Geld zahlen musst, um Geld zu bekommen, ist es fast sicher Betrug. Häufige Varianten sind sogenannte „Einlösegebühren" oder „Steuern", die Du zahlen musst, bevor Du ein bedingungsloses Stipendium oder ein zinsgünstiges Darlehen erhältst, „Pay-to-Search"-Dienste, die gegen ein Premium-Abo garantierte Treffer versprechen, und Verkaufsveranstaltungen, die als kostenlose Finanzierungs-Seminare getarnt sind.
Weitere Warnzeichen sind: erforderliche kostenpflichtige Mitgliedschaft in einer Organisation, Datenschutzbestimmungen, die den Weiterverkauf Deiner Daten erlauben, schlechte Grammatik oder viel Werbung auf der Website des Anbieters, Druckmethoden mit künstlichen „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"-Fristen, Nachfragen nach Deinen Bankdaten oder Ausweisnummern und keine Belege dafür, dass das Stipendium jemals tatsächlich vergeben wurde. Gib niemals Kreditkarten- oder Bankdaten als Teil einer Bewerbung heraus und halte Dich an seriöse, kostenlose Stipendien-Suchwerkzeuge.
4. Bewirb Dich jetzt auf Stipendien, die zu Deinem Profil passen
Schick Deinen Lebenslauf nicht einfach wahllos an die bekanntesten Stipendiengeber. Konzentriere Dich stattdessen darauf, Dich bei den Organisationen zu bewerben, deren Angebote zu Deinem Profil passen. Und zögere nicht, mehrere Bewerbungen zu schicken, denn das erhöht Deine Erfolgschancen.
Die besten Chancen liegen bei den weniger bekannten Organisationen. Es gibt sogar einige, die jedes Jahr Mühe haben, genug Bewerber zu finden, also solltest Du gezielt nach diesen Möglichkeiten suchen.
Wenn Du Dich parallel auf mehrere Stipendien bewirbst, ist Organisation ein entscheidender Erfolgsfaktor. Leg Dir eine Tabelle, ein Notizbuch oder einen Ordner an, um jede Bewerbung samt der jeweiligen Voraussetzungen und Fristen im Blick zu behalten. Bewahre alle relevanten Unterlagen wie Zeugnisse, Deinen Lebenslauf, persönliche Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben und Essay-Entwürfe an einem Ort auf, damit Du sie über Bewerbungen hinweg effizient wiederverwenden kannst.
5. Verpasse nicht die Frist
Der größte Fehler, den Du machen kannst, ist eine verspätete Bewerbung. In den meisten Fällen schließt Dich das vom Verfahren aus. Viele Stipendien haben nur eine Frist pro Jahr, wenn Du sie verpasst, musst Du ein volles Jahr warten, bevor Du Dich erneut bewerben kannst. Als Faustregel gilt: Reiche Deine Bewerbung mindestens eine Woche vor der Frist ein, um Zeit für technische Probleme oder fehlende Unterlagen zu haben.
6. Personalisiere Deine Bewerbung
Niemand bekommt gern eine allgemeine Bewerbung, die massenhaft verschickt wurde, also solltest Du es vermeiden, eine einzige Vorlage an viele verschiedene Organisationen zu schicken. Am besten personalisierst Du jede Bewerbung und schneidest sie individuell zu. Das ist nicht schwer und kann Dinge umfassen wie die Bewerbung an die richtige Person zu richten oder Deine Antworten auf die Ziele der vergebenden Stelle abzustimmen. Weitere Hilfe zur Vorbereitung Deiner Bewerbung findest Du in unserem Leitfaden How to Advertise.
7. Prüfe Deine Bewerbung auf Fehler
Du hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck, wenn Du eine schlampige Bewerbung einreichst. Lies sie sorgfältig durch und korrigiere alle Fehler, bevor Du sie abschickst. Insbesondere solltest Du Rechtschreibung und Grammatik prüfen und außerdem kontrollieren, dass die Angaben, die Du machst, sachlich korrekt sind.
Achte außerdem darauf, alle Bewerbungshinweise zu befolgen, die Du bekommst. Wenn Du zum Beispiel aufgefordert wirst, die Bewerbung auf A4-Papier einzureichen, verwende nur A4-Papier.
Achte genau auf formale Vorgaben, denn Stipendien-Jurys prüfen, ob Bewerber einfache Anweisungen befolgen können. Halte alle Mindest- und Höchstwortzahlen ein, verwende genau das geforderte Dateiformat (typischerweise PDF oder DOC) und lege alle Nachweise wie Zeugnisse und Empfehlungsschreiben bei. Fehlende Unterlagen oder das falsche Dateiformat gehören zu den häufigsten Gründen für eine sofortige Absage.
Empfehlungsschreiben brauchen Zeit, also plane den Vorlauf sorgfältig. Frag Deine Referenzgeber mindestens drei bis vier Wochen vor der Frist, informiere sie über das Stipendium und teile Beispiele Deiner Leistungen mit ihnen, damit sie ein persönliches Schreiben verfassen können. Eine höfliche Erinnerung etwa eine Woche vor der Frist ist angebracht, wenn Du nichts von ihnen gehört hast.
8. Stelle sicher, dass Deine Bewerbung vollständig ist
Wenn Du Dich auf ein Stipendium bewirbst, reiche keine unvollständige Bewerbung ein. Das führt in der Regel dazu, dass Deine Bewerbung abgelehnt wird.
9. Was erscheint, wenn Du bei Google nach Deinem Namen suchst?
Die Verantwortlichen für die Vergabe von Stipendien könnten Dich googeln, um mehr über Dich herauszufinden. Prüfe Deine Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Und such nach Inhalten, die einen schlechten Eindruck hinterlassen könnten, und versuche, sie entfernen zu lassen.
10. Verwende ein Foto, das einen professionellen Eindruck hinterlässt
Der erste Eindruck zählt, also sollte Dein Profilfoto von hoher Qualität sein, und Du solltest glücklich und professionell aussehen. Verwende ein professionelles Porträt von den Schultern aufwärts mit einem schlichten Hintergrund, gespeichert als JPEG; vermeide Selfies oder Fotos mit Hut oder Mütze. Es ist ratsam, ein Foto beizulegen, auch wenn keines verlangt wird.
11. Werde nicht zur Last
Viele Organisationen schicken keine Empfangsbestätigung. Oft vergehen 1 bis 6 Monate, bevor Du eine Rückmeldung bekommst. Manche schreiben sogar auf ihrer Website, dass Bewerber sich nicht melden sollen, um sich nach dem Stand ihrer Bewerbung zu erkundigen. An diese Bitte solltest Du Dich halten.
12. Bereite Dich gründlich auf das Stipendien-Interview vor
Viele Stipendiengeber laden Bewerber der engeren Auswahl zu einem Interview ein. Die Jury sucht nicht nur nach starken Leistungen, sondern auch nach echter Begeisterung für Dein Fach und einer klaren Bereitschaft, etwas Positives zu bewirken. Vorbereitung, nicht Talent oder Selbstsicherheit, unterscheidet die erfolgreichen Kandidaten von denen, die scheitern.
Eine weithin empfohlene Technik ist die STAR-Methode. STAR steht für Situation, Task, Action und Result: Beschreibe den Hintergrund des Szenarios (Situation), die konkrete Herausforderung und warum Du dafür verantwortlich warst (Task), die konkreten Schritte, die Du unternommen hast (Action), und das Ergebnis, das Du erreicht hast (Result). Konzentriere Dich auf Dein eigenes Handeln und versuche, das Ergebnis wo immer möglich in Zahlen zu fassen.
Zur Vorbereitung leg Dir eine „STAR-Story-Bank" aus drei bis fünf echten, vielseitigen Beispielen an, die zu den Auswahlkriterien des Stipendiums passen, auf das Du Dich bewirbst. Übe Deine Geschichten laut, statt sie Wort für Wort auswendig zu lernen, stimme jede Antwort auf das konkrete Stipendium ab und halte jede Antwort bei rund zwei Minuten. Überlege auch, was Du aus jeder Erfahrung gelernt hast.
Für die einleitende Selbstvorstellung ist folgende Struktur nützlich: Stell Dich mit Namen und aktuellem Studienstatus vor, erwähne kurz, woher Du kommst und welche Schule Du besucht hast, stell der Interviewperson eine kleine verbindende Frage (zum Beispiel, ob sie Deine Heimatstadt kennt), sprich über Dein soziales Engagement während der Schulzeit und erkläre schließlich, wie Du über Praktika, Wettbewerbe oder ähnliche Erfahrungen zu Deinem Fach gekommen bist.
Wenn Du ein Stipendium bekommen hast, achte darauf, es zu behalten, und riskiere nicht, es durch unnötige Fehler zu verlieren.
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