Sie sind hier

Bewerbung

Die 10 schlimmsten Fehler im Auswahlgespräch

1. Komm nicht zu spät

Du solltest versuchen, früh zu Deinem Gespräch zu erscheinen, und nie zu spät kommen, auch wenn es nur ein paar Minuten sind. Das hinterlässt einen schlechten Eindruck und manche werten es sogar als Mangel an Respekt. Das kann dazu führen, dass Du das Stipendium verlierst, bevor Du überhaupt die Chance hattest, eine einzige Frage zu beantworten.

2. Nicht über das aktuelle Geschehen Bescheid wissen

Manche Interviewer fragen Dich nach aktuellen Ereignissen. Das können Neuigkeiten über die Organisation sein oder allgemeine Nachrichtenthemen. Du solltest Dich damit vertraut machen, was gerade passiert, besonders in Bezug auf das Fach, das Du studieren willst, oder die Ziele der Organisation.

Du solltest Dir außerdem zu Themen, die für die Organisation, bei der Du Dich bewirbst, relevant sind, eine Meinung bilden. Aber halte Deine Ansichten nahe an den Werten der Stiftung. Gegen sie zu argumentieren, hinterlässt keinen guten Eindruck.

3. Trage keine legere Kleidung

Du solltest zu keiner Jahreszeit legere Kleidung zu Gesprächen tragen. In Shorts und T-Shirt aufzutauchen, zeigt einen Mangel an Respekt, wenn die Interviewer einen eher geschäftsmäßigen Dresscode erwarten.

Finde heraus, ob es einen Dresscode gibt. Wenn Du keine Informationen bekommst oder Dir gesagt wird, dass es keinen bestimmten Dresscode gibt, solltest Du nicht denken, dass Du deshalb anziehen kannst, was Du willst. Es ist besser, zu förmlich als zu leger gekleidet zu sein, trage also elegante Business-Kleidung - Anzüge, Hosen, Hemden, Blusen usw.

4. Unvorbereitet sein

Viele Interviewer stellen gerne Standardfragen. Wenn Du darauf nicht vorbereitet bist, hinterlässt Du einen schlechten Eindruck. Eine gängige Standardfrage ist: Was sind Deine Stärken und Schwächen? Über die eigenen Schwächen zu sprechen, ist nicht leicht, deshalb solltest Du Deine Antwort vor dem Gespräch vorbereiten. Das Gleiche gilt für das Reden über Deine Stärken. Überlege Dir, wie Du auf so viele gängige Interviewfragen wie möglich antworten wirst. Eine strukturierte Vorbereitungsmethode wie die STAR-Technik (Situation, Task, Action, Result) kann Dir helfen, Deine Antworten klar zu formulieren.

5. Dumme Fragen stellen

Du solltest im Gespräch Fragen stellen, aber keine überflüssigen oder unnötigen Fragen. Das zeigt, dass Du keine Recherche betrieben hast, und kann zu dem Eindruck führen, dass Du nicht interessiert bist. Du solltest Dich also vor Deinem Gespräch etwas informieren.

6. Mangelndes Interesse zeigen

Die falsche Körpersprache kann fehlendes Interesse am Stipendium vermitteln. Vermeide es, Dich zurückzulehnen oder in Deinem Stuhl zusammenzusacken, und gib keine kurzen Antworten auf Fragen. Versuche stattdessen, interessiert zu bleiben, indem Du gerade sitzt und ausführliche Antworten gibst. Lächle und nutze positive Körpersprache. Und wenn der Interviewer spricht, solltest Du aufmerksam zuhören.

7. Arroganz

Ein weiterer Grund, der oft zur Ablehnung führt, ist Arroganz. Stipendien sind dazu da, Dir zu helfen - sie sind kein Recht. Du solltest deshalb Respekt zeigen und vermeiden, während des Verfahrens arrogant zu wirken. Du solltest immer darauf achten, Dich angemessen zu präsentieren.

8. Negativität

Ein weiterer Ausschlussgrund ist eine grundsätzlich negative Einstellung. Wenn Du positiv bist, sind Deine Chancen auf Erfolg deutlich größer, versuche das also Deinen Interviewern zu vermitteln.

9. Ein schlechter erster Eindruck

Erste Eindrücke haben in Gesprächen echtes Gewicht. Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich rund 25-30 % der Interviewer innerhalb der ersten fünf Minuten entscheiden und etwa 60 % innerhalb der ersten 15 Minuten. Deshalb ist es wichtig, einen guten ersten Eindruck zu machen.

Allerdings wird die Vorstellung der „Blitzentscheidung" oft überschätzt. Die Mehrheit der Interviewer (rund 70 %) trifft ihre Entscheidung erst nach den ersten fünf Minuten, und Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil erst nach dem Ende des Gesprächs entscheidet. Mit anderen Worten: Ein wackliger Einstieg beendet Deine Chancen nicht automatisch - der Großteil des Gesprächs zählt weiterhin, und eine starke Leistung ab Minute fünf kann das Blatt noch wenden.

Ein schwacher Händedruck, ein Blick zu Boden oder ein fehlendes Lächeln sind alles Dinge, die einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen. Gib also selbstbewusst die Hand, schau Deinem Interviewer in die Augen und lächle. Und wenn Du vor dem Gespräch in einem Warteraum bist, solltest Du aufstehen, um Deine Interviewer zu begrüßen, sobald sie den Raum betreten.

10. Extravagante Antworten

Ein weiterer Fehler, den Du im Gespräch machen kannst, sind extravagante Antworten. Interviewer suchen nach Kandidaten, die sich gewandt, klar und präzise ausdrücken können. Deshalb solltest Du Extravaganz vermeiden.